Der Name Bergolo stammt aus dem Spätlatein "Bergolum", Ort des Heidekrautes oder Heidelandes. Die ersten
Aufzeichnungen sind aus dem Jahr 1091, als das Dorf in den Besitz von Bonifazio de Vasto überging. Im Jahre 1500
kam es unter die Herrschaft der Savoyer, was sich bis zum Ende der Monarchie nicht änderte. Der Graf Calvi von
Bergolo war der letzte Besitzer.
In Bergolo war es auch, wo man mit den "grünen Wochen" experimentierte, woraus sich dann das Konzept des
"Agritourismus" entwickelte.
Geografisch gehört Bergolo zum Gebiet der Langhe, an welches sich die Erinnerung an die Namen Pavese und Fenoglio
knüpft, das aber auch das Gebiet der Trüffel und der grossen Weine rund um Alba ist. Bergolo, nahe der Grenze
Piemont - Ligurien, auf der Krete zwischen dem Bormida- und dem Uzzone-Tal, ist allerdings arkadischer und
naturalistischer.
Heute ist Bergolo eines der touristisch am besten ausgestatteten Dörfer der Alta Langa. Zu seinen Strukturen zählen
ein modern eingerichtetes Feriendorf mit Campingplatz, ein Bungalow-Komplex mit komfortablen Holzchalets und einer
erst kürzlich eingerichteten Herberge mit insgesamt 90 Betten und 3 Plätzen für Zelte oder Wohnwagen.
Ebenfalls in Bergolo befindet sich das Hotel-Restaurant "L Bunet" mit 8 modernen und komfortablen Gästezimmern und
einer Suite.
Erwähnt werden müssen auch die beiden historisch-künstlerisch wichtigen Gebäude: die romanische Kapelle San Sebastiano
und die Pfarrkirche, beide kürzlich restauriert.
In den letzten Jahren ist der Name Bergolo dank zweier wichtiger Veranstaltungen weit über die Grenzen des Gebietes
bekannt geworden. Jeden letzten Samstag im Mai wird Cantè Magg mit internationalen Frühlingsliedern und -tänzen
gefeiert und am zweiten Wochenende im September findet das internationale Treffen der Strassenkünstler in Bergolo
statt. Dazu gekommen sind der Markt "Der Geschmack des Steines" mit den typischen önogastronomischen und
künstlerischen Produkten des Bormida-Tales, der jeweils am ersten Wochenende im September abgehalten wird und die
"Musikalischen Weiterbildungskurse" mit entsprechenden Konzerten, die jeweils im Juli und August abgehalten werden
und die die Strassen und Gässchen während des Sommers mit Musik füllen und ihnen so ein künstlerisches Flair
verleihen. Dieses erlebt man aber auch dank des Kunstwettbewerbes "Bergolo, Dorf aus Stein", der jedes Jahr Künstler
aus ganz Italien nach Bergolo bringt. Diese schmücken die schlichten Steinmauern der Häuser mit ihren neuen Werken.
Heute, sieben Jahre nach Entstehung dieses Wettbewerbes, kann man dreissig Werke in dieser wertvollen
Freiluft-Gallerie bewundern, darunter Mosaike, Bilder, Fresken und Skulpturen. Schliesslich wurde Bergolo dank der
Sanierung der Haus- und Gebäudemauern mit einheimischen Sandsteinen kürzlich zum "Dorf aus Stein" ernannt. Diese
Sanierungen haben nicht nur das Dorf, sondern auch die Weiler Bergamaschi und Case Vola sehr geprägt. Interessantes
und Anregendes kann man also in und um Bergolo finden, sei es zu Fuss, per Rad oder Pferd auf alten Pfaden, sei es
auf einem Spaziergang durch Musik und Farben des Dorfes, sei es an einem Tische sitzend beim Geniessen von köstlichem
Wein und Speisen mit einem grossartigen und stillen Panorama vor sich.
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